Alle Nachtschwärmer, Raumfahrtenthusiasten und Satellitenverrückte: Heute Nacht um 02:32 Uhr mitteleuropäischer Zeit, oder "exakt" in 14 Stunden und 6 Minuten startet eine Soyuz Flight VS16 samt dem von OHB gebauten SmallGEO-Satelliten HISPASAT 36W-1 und unserer Telekommunikationsnutzlast. Hier können Sie, Dank ESA und livestream.com, den Start hautnah und live miterleben.

Seit nun mehr fünfzehn Jahren steht Tesat-Spacecom aus Backnang für Qualität und Innovation in Sachen Raumfahrtequipment. Fünfzehn Jahre voll spannender Entwicklungen, Innovationen, großer Meilensteine und der ein oder anderen großen und kleinen Revolution im All. Mit Stolz kann man nun auf das zurückblicken, was geschaffen wurde, und mit Stolz kann man in die Zukunft schauen, auf das was alles noch auf uns zukommen wird. Mit dem Selbstbewusstsein aus über 700 realisierten Raumfahrtprojekten und über 250 Millionen In-Orbit-Stunden erwarten wir diese Zukunft mit Spannung wie auch enthusiastischer Neugier.

Gut sieben Monate war die Raumsonde TGO nun auf dem Weg in Richtung des Roten Planetens und befindet sich nun auf der Zielgeraden der ExoMars-Mission. Gestern Nachmittag konnte das internationale Team aus Forschern von ESA und Roskosmos das erste Mal feiern: das nicht ganz unknifflige Abkopplungsmanöver des Testlandemoduls "Schiaparelli" von der Forschungssonde "TGO" wurde mit Erfolg gemeistert. Nun dauert es noch ein paar Tage, bis Schiaparelli auf die richtige Geschwindigkeit abgebremst hat, bevor es dann am Mittwoch auf dem Mars landet. 

Mithilfe einer Atlas-V-Rakete und an Board der Raumsonde OSIRIS-REx machen sich Verstärker aus dem Hause Tesat-Spacecom in der Nacht auf Freitag (CET) auf den Weg zum Asteroiden Bennu. Nach New Horizons und Juno ist OSIRIS-REx die dritte Raumsonde des New-Frontiers-Programms der NASA. Ziel der OSIRIS-REx-Mission ist es, Proben zu sammeln und diese zur Erde zurückzubringen. Genauer gesagt soll die Sonde rund 60 Gramm Regolith, also "nicht-irdisches Lockermaterial an der Oberfläche von Gesteinsplaneten", mit ihrem Ausleger einsammeln, sicher verstauen und zurück zur Erde bringen.

Der optische Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2B, dessen baugleicher Zwillingssatellit Sentinel-2A bereits am 23. Juni 2015 gestartet wurde, kommt jetzt in die heiße Phase. Gestern wurde das zweite "Auge" des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus fertiggestellt und steht nun bereit, um in den kommenden Monaten im Forschungs- und Technologiezentrum (ESTEC) der ESA in Noordwijk, Niederlande, unterschiedlichsten Weltraumtests unterzogen zu werden.

Die Tesat Parts Agency wurde dieses Jahr mit dem „Supplier of the Year“-Award der Kategorie „Value-Add Supplier“ von Rockwell Collins ausgezeichnet. Das US-amerikanische Luft- und Raumfahrtunternehmen vergibt diesen Preis – man könnte es schon fast eine Trophäe nennen – jährlich aus Hunderten von Zulieferern an lediglich zehn auserwählte Unternehmen. Der in Cedar Rapids, Iowa, verliehene Preis ging neben acht „einheimischen“ Unternehmen nur an zwei Firmen außerhalb der USA, zu welchen wir uns stolz zählen dürfen.

Update 2: Start wurde ein zweites Mal verschoben. Nähere Informationen bitte einfach dem livestream Player entnehmen. 

März 2015 - Als erstes Unternehmen weltweit hat Tesat-Spacecom, eins der größten Raumfahrtunternehmen Deutschlands, bei der Anwendung von additiven Fertigungstechniken (auch als 3D-Druck bekannt) Pionierarbeit für die Herstellung von Mikrowellenkomponenten geleistet. Der Durchbruch erfolgte im Rahmen einer Tätigkeit im ARTES-Programm, das von der ESA unterstützt wird.

Am 14.03. wurde das Communication Module (CM) der EDRS-C Payload an OHB geliefert. Am 16.03. konnte auch die Eingangsinspektion in Bremen erfolgreich abgeschlossen werden. Damit stehen zwei von drei Komponenten der Payload – CM und Antenne – sowie das Testsystem für die nachfolgenden Satelliten-Testphasen bei OHB in Bremen bzw. bei IABG in Ottobrunn bereit. Die letzte, für die Funktion der Hybrid-Payload zentrale Komponente, das LCT, befindet sich derzeit in der finalen Acceptance Testsphase bei Tesat.

Hinter der Preisverleihung und der vorangegangen Bewertung steht auch ein unternehmerischer Nutzen: der zur kontinuierlichen Verbesserung. Die internen Anweisungen hierfür stellt Herr Collissy, Abteilungsleiter Einkauf, in den Vordergrund: „Die Lieferantenbewertung dient dazu die Qualität der Zusammenarbeit permanent zu messen und gezielt zu verbessern“, außerdem werden „durch die regelmäßige Messung und Auswertung der Ergebnisse [...] Verbesserungspotenziale erkannt, Veränderungen [...] sichtbar“.