• Tesat-Spacecom: Mit einem End-to-End Prozess gegen gefälschte Bauteile

    Das Thema rund um gefälschte Halbleiter und anderer hochtechnologischer Bauteile hat in der heutigen Zeit und den aktuellen technischen Entwicklungen an Brisanz zugenommen. Erst letzte Woche berichtete Spiegel Online ( Zoll beschlagnahmt mehr als...
  • PI1281: SpaceX: Erfolgreicher Start mit Geräten aus Backnang

    Falcon 9 Rakete bringt Satelliten Inmarsat-5 F4 erfolgreich in geostationären Orbit PI1281 – Backnang, 16.05.2017: Als der Countdown für den letzten der vier Inmarsat-5 Satelliten im Kennedy Space Center in Florida startet ist es kurz vor halb 2...
  • Portrait: Der Tesat-Spacecom Lieferantenpreis

    Als 2008 der Lieferantenpreis von Tesat-Spacecom ins Leben gerufen wurde hätte man nie erwartet, dass sich dieser einmal einer solch großen Beliebtheit erfreut. Zwar geht der begehrten Auszeichnung eine Lieferantenbewertung voraus, die...
  • PI1280: Mädchen-Zukunftstag: Girls Power bei Tesat-Spacecom

    Insgesamt 23 wissbegierige junge Frauen folgten dem Aufruf des Backnanger Raumfahrtunternehmens zum diesjährigen Girls Day PI1280 – Backnang, 27.04.2017: Pünktlich um 9:30 Uhr tauchten, oder besser noch „hoben“, die neugierigen jungen Mädchen ab in...
  • Rockwell Collins Award 2017

    Die Tesat Parts Agency wurde zum zweiten Mal in Folge mit dem „Supplier of the Year“-Award der Kategorie „Value-Add Supplier“ von Rockwell Collins ausgezeichnet. Das US-amerikanische Luft- und Raumfahrtunternehmen vergibt den Preis – man könnte es...
  • DLR Bauteilekonferenz 2017

    Unter der Schirmherrschaft von Frau Britta Schade (Hauptabteilungsleiterin beim DLR für Qualitätsund Produktsicherung) fand am 4. und 5. April 2017 in Jena die 5. Bauteilekonferenz des DLR statt. Mit ca. 100 gemeldeten Teilnehmern war die...
  • Nationale Satellitenkonferenz Bonn

    Am Sonntag, 26. März 2017 hieß es Aufbruch in Richtung Bonn – mit unserem vollgepackten LKW auf den Weg in die ehemalige Bundeshauptstadt. Am selben Abend fand unser Laser Communication Terminal bereits seinen Platz auf dem Stand des DLR im Maritim...
  • G20 Konferenz in Berlin: Tesat präsentiert „10 Jahre Laserkommunikation im Weltraum“

    Am 16. und 17. März 2017 fand in Berlin die G20-Konferenz „Digitising Manufacturing - Initiatives, Best Practises and Policy Approaches“ statt. Die Konferenz im Berlin Congress Center am Alexanderplatz war geprägt durch zahlreiche Vorträge und...
  • Satellitenkommunikation auf der Fokus Beruf

    Der Sommer kommt und für viele junge Menschen endet die Schulzeit. Schülerinnen und Schüler müssen das erste Mal in ihrem Leben das vorgegebene und geregelte Schulleben verlassen und sich für einen Berufspfad entscheiden. Wir möchten bei der Wahl...
  • PI1279: Sentinel-2B: Fünfter „Wächter“ sicher gestartet

    Satellit zur Unterstützung von Klima- und Katastrophenschutz erfolgreich im Orbit PI1279 – Backnang, 07.03.2017: Ebenso erfolgreich wie sein Zwillingssatellit Sentinel-2A bereits im Juni 2015 startete heute Morgen um 02:49 Uhr (MEZ) Sentinel-2B auf...

LISA Pathfinder

LISA Pathfinder, der Technologiedemonstrator der ESA zum Nachweis von Gravitationswellen ist nun fertig zum Transport zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Von dort soll er im November ins All starten. Das 1,9 Tonnen schwere Raumfahrzeug, für das Airbus Defence und Space Hauptauftragnehmer ist, wird an Bord einer europäischen Vega-Rakete starten.

Das Projekt LISA Pathfinder wird uns bisher ungekannte Beobachtungsmöglichkeiten für das gravitative Universum eröffnen, wobei neue zur Messung von Gravitationswellen im Weltraum erforderliche Technologien erprobt werden. Diese von Albert Einstein vorhergesagten Wellen stellen Verzerrungen der Raumzeitkrümmung dar und werden von massereichen Himmelskörpern verursacht. Ein besseres Verständnis ihrer Spuren wird den Wissenschaftlern neue Erkenntnisse über schwarze Löcher, kompakte Doppelsterne und andere exotische Himmelskörper bringen.

LISA Pathfinder trägt das rund 150 kg schwere LISA Technologiepaket (LTP). Es besteht aus einem Laser-Interferometer, dessen Herzstück eine Reference Laser Unit von Tesat-Spacecom ist. Das Interferometer misst die Abstandsänderungen zwischen zwei hochpräzisen, jeweils 1,96 kg schweren Testmassen aus einer Gold-Platin-Legierung. Sobald der Satellit seine Umlaufbahn um den 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernten ersten Lagrange-Punkt im System Erde-Sonne erreicht hat, werden die beiden Testmassen über einen Mechanismus entriegelt und mittels eines sehr genau steuerbaren, schwachen elektrostatischen Feldes in der Schwebe gehalten. In der Forschungsphase der Mission wird dann das elektrostatische Feld um eine der beiden Testmassen abgeschaltet. Das Raumfahrzeug folgt der Testmasse, gesteuert durch ein hoch präzises Lageregelungssystem (Drag-Free Attitude Control System). Laser-Interferometer und elektrostatische Sensoren messen die Bewegung der Testmassen im Raumfahrzeug, um sicherzustellen, dass diese nicht durch Störungen beeinflusst werden. Das Interferometer ermittelt nun die relative Position und Ausrichtung der rund 40 Zentimeter voneinander entfernten Massen mit einer Genauigkeit von weniger als 0,01 Nanometer, also weniger als einem Millionstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. 

LISA Pathfinder ebnet den Weg für ein künftiges großes Weltraumobservatorium, das Gravitationswellen direkt beobachten und präzise messen wird. Diese winzigen Verzerrungen der Raumzeit erfordern eine sehr empfindliche und hochpräzise Messtechnologie, deren Leistung nur im Weltraum frei von äußeren Störungen getestet werden kann.

IMAGE SOURCE: ESA