• Raumfahrt im Aufwind

    Raumfahrtjahr 2019 stellt wichtige Weichen für die Zukunft
  • TESAT Campus: Die Erfolgsgeschichte geht weiter

    Die Erfolgsgeschichte unseres TESAT Campus geht weiter. In der Zwischenzeit wurde bereits unser zweites und drittes Training abgeschlossen und 13 neue, glückliche und erfolgreich zertifizierte Teilnehmer konnten in die Welt der EEE-Weltraumteile entlassen werden.
  • TESAT @ Space Tech Expo 2019

    Morgen beginnt die diesjährige Space Tech Expo Europe in Bremen und wir werden, wie jedes Jahr, bei diesem Heimspiel wieder mit dabei sein. Wir freuen uns über die kommenden Tage und sind froh, Teil dieser großartigen, internationalen Weltraumgemeinschaft zu sein.
  • MEWS 2019: In die Zukunft mit EEE & COTS

    Zum 32. Mal schon jährte sich die MEWS Konferenz in Japan. Das diesjährige Thema: EEE Bauteile und Commercial off-the-shelf (COTS) als Trumpfkarte in NewSpace-Märkten.
  • Parts Agency @ ACCEDE: Commercial off-the-shelf im Weltraum

    Unsere TESAT Parts Agency nahm vom 6. bis 8. November am ESA Workshop ACCEDE teil. Der Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Verwendung von Commercial Off-the-Shelf (COTS) Bauteilen zur Verwendung in Weltraumanwendungen.
  • EDRS-C eröffnet neues Kapitel der Breitband-Erdbeobachtung

    Das Laserkommunikationsterminal an Bord des europäischen Relaissatelliten sorgt für signifikant höhere Übertragungsgeschwindigkeiten und schnellere Zugriffszeiten.
  • TESAT liefert Game Changer für SmallSat-Markt

    Heute können wir bekannt geben, dass wir unser erstes CubeLCT an einen US-amerikanischen Kunden ausgeliefert haben, den wir gegenwärtig nicht nennen dürfen. Das CubeLCT ist ein kleines, ultraleichtes optisches Terminal, das Daten mit 100 Megabit pro Sekunde von Satelliten im erdnahen Orbit direkt zur Erde übertragen kann. Für uns markiert diese Auslieferung einen Meilenstein und den Beginn einer neuen Produktfamilie, die sich auf NewSpace-Anwendungen für Kleinsatelliten und CubeSats...
  • DLR Bauteilekonferenz 2019

    In Bonn Königswinter fand am 23. und 24. Mai die 18. DLR Bauteilekonferenz statt. Die 120 Teilnehmer der deutschen Raumfahrt-Zulieferindustrie diskutierten dieses Jahr wieder intensiv Neuigkeiten und Zukunftsthemen rund um EEE-Bauteile. Die TESAT Bauteileagentur und das EEE Centre waren hier mit drei Fachvorträgen vertreten – von Herrn Dr. Witzany (EEE Centre), Herrn Rostewitz (EEE Centre) und Herrn Dr. Küchen (Bauteileagentur).
  • Laserkommunikation läutet neues Weltraumzeitalter ein

    TESAT, KSAT und GomSpace haben sich zur Einführung einer vollständig optischen Kommunikationslösung für neue, innovative SmallSat Missionen und anderer weltraumgestützter Dienstleistungen zusammengeschlossen.
  • Tesat auf Erfolgskurs

    Tesat verzeichnet steigenden Auftragseingang Weiterhin hohes Investitionsniveau für Forschung und Entwicklung Neuer CEO, Dr. Marc Steckling, rechnet mit 20 % Wachstum in den nächsten Jahren
  • Parts Agency for ORION's European Service Module

    Das European Service Module (ESM) Flight Unit 1, Teil des ORION-Raumfahrzeugs, wurde erfolgreich von Deutschland in die USA verschifft und ist nun bereit für seine „Hochzeit“ mit dem NASA Crew Vehicle im Kennedy Space Center. Nicht nur für die NASA, die ESA und Airbus ist das ein großer Erfolg, sondern auch für die Tesat Parts Agency: Als Subunternehmer von Airbus leitet Tesat die Coordinated Parts Procurement (CPPA) für das ESM, das einen relevanten Teil des neuen Multipurpose Crew Vehicle...
  • Laserkommunikationstechnologie von Tesat setzt neue Massstäbe

    Als weltweit einziger Serienhersteller von in-Orbit-zertifizierten und getesteten Laserkommunikationsterminals jagt Tesat seine eigenen Rekorde. Nun wurde ein weiteres LCT135-Terminal in Rekordzeit produziert, getestet und qualifiziert und steht zur Auslieferung bereit.
  • Deutsche Raumfahrtallianz setzt auf Technik aus Backnang

    Tesat-Spacecom verantwortet als Prime für die wissenschaftlich-technische Nutzlast und Verantwortlicher für den militärischen Repeater das Design, den Bau und die Verifikation zentraler Elemente der deutschen Raumfahrtmission „Heinrich Hertz“.
  • Kinderuni Forscherteam startet in neue Sphären

    Kinder der 3. und 4. Klasse für MINT-Fächer zu begeistern (also Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) ist das große Ziel der neuen Aktion des Vereins für Kinder in Backnang: Unter dem Namen „Kinderuni Forscherteam“ treffen sich wöchentlich rund 15 Kinder für bis zu 2 Stunden im Technikforum Backnang, um so einiges über Technik, den Weltraum und viele andere spannende Forscherthemen lernen. Nach der Auftaktveranstaltung im Technikforum Backnang geht es nun durch die spannende Welt der...
  • Live: Launch von Aeolus

    Aladins Wunderlampe ist startklar: Nach 16 Jahren Vorbereitungszeit ist Aeolus nun “ready for take off”. Aeolus bringt 1,4 Tonnen Gesamtgewicht auf die Waage und trägt die Nutzlast “Aladin” (Atmospheric Laser Doppler Instrument), die auf dem Konzept von LIDAR (Light detection and ranging) basiert, einer dem RADAR verwandten Methode.
Conflict Minerals

Die Materialien Gold, Zinn, Wolfram und Tantal begegnen uns bei Tesat tagtäglich. Jedes unserer Geräte enthält mindestens einen dieser Rohstoffe, sei es Gold im Bonddrähtchen, Tantal im Kondensator, Wolfram in der Wanderfeldröhre oder Zinn in der Lötstelle. Die Quellen dieser Rohstoffe sind dabei Minen in rohstoffreichen Ländern, wie zum Beispiel in der Demokratischen Republik Kongo. Dort sorgt der Profi t aus dem Export der Rohstoffe jedoch nicht etwa für eine gute Wirtschaft, sondern viel mehr für die Finanzierung des seit Jahren anhaltenden Bürgerkriegs.

In der Konfliktregion rund um den Kongo sind in den letzten 20 Jahren über 5,4 Millionen Menschen infolge des Bürgerkriegs gestorben. Damit handelt es sich um den tödlichsten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Dabei liefern sich die kongolesische Armee und über 40 verschiedene rebellische Gruppen erbitterte Kämpfe um die Rohstoffe im kongolesischen Boden, denn durch den Verkauf dieser weltweit sehr gefragten Rohstoffe können neue Waffen, Munition und Soldaten bezahlt werden. Die Opfer dieser Kämpfe sind die Einheimischen, die zum Arbeiten gezwungen und ausgebeutet werden. Oftmals kommt es dabei auch zu Gewalt- und Sexualstraftaten gegenüber Frauen. Ein Ansatz zur Verbesserung der Situation ist es, den Rebellen die Geldquelle zu entziehen, indem man dafür sorgt, dass sie keine Rohstoffe mehr verkaufen können.

Im Jahr 2010 unterzeichnete Barack Obama den Dodd-Frank Act, in dem die Sektion 1502 „Conflict Minerals“ diesen Ansatz in einem konkreten Gesetz verankert. Sie besagt, dass US-Unternehmen, die an der US-amerikanischen Börse gelistet sind, einen jährlichen Bericht an die Börsenaufsichtsbehörde abzugeben haben, in dem sie angeben müssen, ob sie sogenannte Conflict Minerals – zu deutsch Konfliktrohstoffe – in ihren Produkten verbaut haben. Conflict Minerals sind definiert als Gold, Zinn, Wolfram und Tantal. Befindet sich einer dieser Stoffe im Endprodukt, muss zusätzlich das Herkunftsland nachgewiesen werden, indem man die gesamte Lieferkette in Form von Conflict Minerals-Fragebögen zurückverfolgt bis zur Mine, in der der Rohstoff abgebaut wurde.

160502 conflict minerals 2Mit der Veröffentlichung dieser Berichte sollen Unternehmen, die jene Herkunft nicht kontrollieren oder gar wissentlich Rohstoffe von besetzten kongolesischen Minen beziehen, vor den Verbrauchern an den Pranger gestellt werden. Da die Corporate Social Responsibility eines Unternehmens heutzutage immer mehr an Bedeutung gewinnt, sehen US-Unternehmen durch dieses Gesetz ihren Ruf potentiell gefährdet und geben den öffentlichen Druck an ihre Zulieferer weiter. Davon sind mittlerweile über 270.000 Zulieferer weltweit betroffen, die ihrerseits die US-Unternehmen nicht als Kunden verlieren wollen. Die Gesetzesauflage hat bisher insgesamt zwischen drei und vier Milliarden US-Dollar an Compliance-Kosten verursacht, wovon rund ein Drittel die Zulieferer tragen, die zwar nicht unmittelbar gesetzlich zur Erfüllung verpflichtet sind, aber aus Kulanz handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In Europa gibt es aktuell noch keine gesetzliche Einschränkung von Konfliktmineralien, jedoch werden Anforderungen zur Vermeidung von Konfl iktmineralien über die US-amerikanischen Kunden an die Tesat übertragen. Aus diesem Grund wurde im Oktober 2015 die neue Stelle „Conflict Minerals Expert“ im Bereich Supply Chain Management geschaffen. Der Conflict Minerals Expert ist der erste Kontaktpunkt für Kundenanfragen zu diesem Thema. Außerdem erarbeitet er eine Strategie, wie die Anforderungen im Rahmen der Lieferkette an Tesat-Lieferanten weitergegeben werden können.

Seit einiger Zeit arbeitet die EU auch an einer gesetzlichen Verpflichtung zur Kontrolle der Herkunft der Konfliktrohstoffe. Ein Ergebnis wird noch dieses Jahr erwartet. Davon werden dann bis zu 880.000 Unternehmen in der EU betroffen sein. Umso besser ist es, dass sich Tesat bereits jetzt auf den Weg zur Erfüllung dieser Anforderungen gemacht hat.

IMAGE SOURCE: Kenny Katombe / Reuters, Siegfried Modola / Reuters